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Seoline GmbH übt sich im Abmahnungs-Linkbait – kleines 1×1

Donnerstag, 5. März 2009

Auch wenn es nicht die neueste Erfindung der Welt ist – eine Abmahnung ist immer noch eines der effektivsten Mittel zum Linkbuilding. In den letzten Wochen fallen mir da folgende Beispiele ein:

Was hätten aufmerksame Marktbeobachter aus diesen Abmahnungen lernen können? Auch, wenn eine Abmahnung juristisch gesehen möglich ist, geht sie in vielen Fällen nach hinten los. Wieso also kommt jetzt die Seoline GmbH auf die Idee, dass es etwas anders als ein Reputations-Selbstmord mit Ankündigung wäre, wenn sie das SEO-blog #1 SISTRIX abmahnen, weil dort in Blog-Kommentaren(!) der Firmenname im Zusammenhang mit massiven Google-Abstrafungen erwähnt wurde?

Seoline ist von Sistrix und anderen Branchenteilnehmern bisher in der Diskussion um gekaufte ‘Russenlinks’ mit Samtschuhen angefasst worden. Da sie der einzige nennenswerte Marktteilnehmer waren, die diese systematisch eingesetzt haben, hätten sie glücklich sein müssen, dass sie nur sehr selten namentlich genannt wurden. Dieses geschah aus Rücksicht auf ihre Geschäftsinteressen, nicht aber aus juristischer Notwendigkeit. Wenn jetzt der (nicht im Handelsregister eingetragene) “Geschäftsführer” Martin Maier der einen Seite telefonisch, und SISTRIX gleich per kostenpflichtiger Abmahnung jegliche Erwähnung des Firmennamens untersagen will, ist meiner Meinung nach genug der Rücksichtnahme und es gilt klar auszusagen: Seoline Kunden wie auch die seoline.de selbst sind aufgrund von Verstößen gegen die Google Richtlinien in den Google Rankings abgestraft worden und Kunden-Aussagen wie die folgende haben jede Berechtigung als Kommentar in Themenaffinen Blogposts veröffentlicht zu werden:

Verena Gemmel 04.02.2009 20:40
Aus eigenem Interesse weisen wir darauf hin, dass wir bei der Agentur seoline.de außerordentlich gekündigt haben. Grund war ein nicht google-richtliniengemäßes Optimieren mit Hilfe von russischen Links.

Dem gibt es faktisch wenig hinzuzufügen!

Andere Stimmen zum Seoline-”Fall” (im wahrsten Sinne des Wortes):

“Kommt Seoline damit durch?” (Fridaynite)

“Ob sich Seoline damit einen Gefallen tut?” (Suchmaschinentricks)

“Mein Tipp: Einer der Beiden viertelt damit seinen Umsatz binnen Jahresfrist” (Ice Blog)

“Das Web 2.0 scheint nicht so “Sozial” zu sein wie alle glauben” (Cyb)

“Jetzt ist die Sache gelaufen, weil der Agenturname verbrannt ist – eventuell so wie auch einige Kundendomains, haha.” (Adclicks-Agent)

“Zwar hat man bei Seoline ein eigenes Reputation Management im Hause, aber das dieses in eigener Sache noch etwas ausrichten kann wage ich mal Stark zu bezweifeln.” (SEO-Radio.de)

“Kunden BlackHat-Methoden zu verkaufen ist die eine Seite der Medaille. Aber dann auch noch die Konkurrenz abzumahnen … das ist einfach nur unglaublich.” (Mobile-SEO.de)

“Ich weis nicht, was man sich von dieser Abmahnung erhofft. Ich bin mir zumindest sicher, dass die negativen Aspekte jede positive Seite um Längen überragt.” (Internetmarketing-News.de)

“Ein unglaublicher Knaller” (Seokratie)

“Ich kann es immer noch nicht glauben, dass eine Firma wie die Seoline GmbH sich derart selber in die Nesseln setzen kann und ganz offensichtlich digitalen Selbstmord begehen möchte.” (S-O-S SEO Blog)

“Wer sich ins Web begibt, sollte auch seine Regeln kennen. Wer abmahnt sollte auch die Reaktionen darauf kennen. … ich bin geneigt zu sagen ‘Denn sie wissen nicht was sie tun’.” (Blogschrott)

“… aber eines scheint schon jetzt sicher, mit dieser Abmahnung hat sich Seoline seinen Ruf noch ein Stückchen mehr ramponiert.” (SEO.de)

(wird laufend ergänzt…)

Update: noch ein wunderschönes Zitat von Seoline.de himself zu ihren Kernkompetenzen:

“Übrigens: Online Reputation Management darf ohne Übertreibung als Meilenstein in der (virtuellen) (Unternehmens-) Kommunikation betrachtet werden: Erstmals wird es möglich, einen Ruf gezielt zu optimieren, ihn zu steuern und vor allem: Dinge und Worte fast ungeschehen zu machen.”

Doppelter Google-Besuch, Affiliate Stammtisch + Pokern und mehr…

Samstag, 8. September 2007

Seit dem letzten Posting ist wieder verdammt vieles passiert. Ich versuche den Roundup nach dem AAL (Andere arbeiten lassen) Prinzip und linke in die Runde:

Während der SES fielen auf: Google Dance – gute Stimmung und Karaoke auf der Google-’Betriebsfeier’. Die Paid-Links Session sehe ich ganz gespannt mit dem Ergebnis, dass der GoogleCutts an keiner Stelle von sich gegeben hat, dass bezahlte Textanzeigen, die auf themenrelevanten Seiten verlinkt werden befürchten müssten, abgestraft zu werden. Also: who cares?
Google Visitor Badge

Während das Essen auf dem Google Dance unter meinen – durch die allgemeine Berichterstattung (Stichwort Greatful Dead) geweckten Erwartungen lag, konnte ich etwas vom richtigen Google Kantinenleben bei einem Lunch-Meeting im Google-Plex erleben. Multiple-Choice-Salatformulare und weitere Erlebnisse dort kann ich wegen einem unterzeichneten NDA leider nicht veröffentlichen. Das Ergebnis des Meetings wird aber schon bald auf gulli zu sehen sein :-)
Viele Gelegenheiten Google-Mitarbeiter und andere spannende Menschen zu treffen gab es danach beim Burning Man Festival in der Wüste Nevadas. Dort gibt sich einmal im Jahr die halbe Bay Area für eine Woche ein Stelldichein um entrückt vom Alltag ein rauschendes Fest mit Sandstürmen, Substanzen aller Art und vielem mehr zu feiern… I had a blast!

Direkt vom Burning Man ging es (Danke an Virgin Atlantic, die einen Flug LAX-DUS 4 Tage später für die Route SFO-MUC umgebucht haben!) direkt nach München zum Affiliate Stammtisch der (2 Stunden nach Landung) wieder eine vorzügliche Plattform zum Networken bot.

Nach einigen Terminen wieder in Bochum angekommen, ging es gleich weiter zur Affilinet Pokernight, die gestern Abend in Köln stattfand. Von der Teilnahme am Poker-Turnier habe ich mir – als Rookie mit der sagenhaften Erfahrung von 3 Pokerabenden im Freundeskreis – ein schnelles Ausscheiden und nette Kontakte versprochen, aber ich habe es mit Glück und Bluff dann doch auf Platz 5 (von 50 Teilnehmern) geschafft und mir damit einen Platz im Finale in München gesichert. Besonderen Dank auch für die Schampus-Dusche bei der Siegerehrung, Herr AA ;-)

Die nächsten Wochen werden jetzt etwas ruhiger und arbeits-intensiver, bevor wieder einige hektische Tage bei der OMD 2007 anstehen…

Google’s völlige Inkompetenz beim Anti-Googlebomb Algorithmus

Dienstag, 24. Juli 2007

(English version) Seit Januar hat Google ein Problem weniger. Am 25. Januar hat Matt Cutts bekanntlich verkündet, dass das Googlebomb Problem von Google mit einem Algorithmus gelöst wurde. Oder ist es – wie von einigen in der Öffentlichkeit eher stillen Beobachtern vermutet – möglich, dass es sich in diesem Fall um eine Falschaussage handelt? Wie sonst ist es zu erklären, dass die uralte Googlebomb ‘völlige inkompetenz‘ für den österreichischen Politiker Karl-Heinz Grasser weiterhin funktioniert?

Völlige Inkompetenz

safesearch onSpannend: Google listet karlheinzgrasser.at nur dann auf Platz 1, wenn die SafeSearch deaktiviert ist. Mit aktivierter SafeSearch ist die Googlebomb offenbar doch entschärft.

Grundsätzlich ist die Liste der vom ‘Algorithmus’ betroffenen Seiten aber recht umfangreich. Die massivsten Änderungen betreffen nicht die in bösartiger Absicht gesetzten Links, sondern die ‘Exit’ Links von vielen tausend Porno-Seiten. Diese verlinken ihren Exit-Button üblicherweise mit Disney.com, Google oder Yahoo und haben diese damit früher auf die ersten 3 Plätze gebracht, die jetzt wieder mit echten Exits gefüllt wurden…

Für diejenigen, die eine grobe Idee für mögliche Hintergründe dieses ‘Algo’-Fehlers bekommen möchten diese Insider-Frage: Nach wieviel Tagen werden via URL-Console entfernte Seiten wieder re-indexiert und welcher Algorithmus ist in der Zwischenzeit ‘programmiert’ worden?

Mehr zu base.google.com

Mittwoch, 26. Oktober 2005

base.google.com war jetzt in den News.

Es wird wohl am ehesten sowas wie craigslist.org auf Googlish. Der Erfolg von Craigslist in der Bay-Area (immerhin auch die Heimat von Google) ist so überzeugend, dass eBay auch schon auf diesen Zug aufgesprungen ist (mit der Gründung von kijiji und der Übernahme von opusforum.org.

Auch craigslist bietet das posten von Terminen, Grüßen, usw. an, aber der Schwerpunkt sind ganz klar die Job- und Kleinanzeigen. Google wird – im Gegensatz zur Craigslist – auf eine Registrierung / Verifizierung der User mit einem Google Account bauen und die ‘Echtheit’ dieses Accounts durch das umfangreiche Suchprofil des Users (incl. Searchhistory, usw.) querverifizieren können.

Feine Idee, Google – erobere die Welt…